Die schmu(e)cke(nde) GWG-Familie

Fassadenbild am Quartierseingang erfreut Passanten

Lübbenau präsentiert sich auchin der Neustadt immer mehr alsKunstort. Mitte Oktober kam ein weiteres Werk am Giebel der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße 1 – 8 hinzu. Unter dem Titel „My home ist my castle“, zu deutsch „Meine Wohnung ist meine Burg“, kreierten die Künstler der Potsdamer Agentur ART-EFXein modernes Familienportrait, welches nun den Quartierseingang zur Neustadt prägt. Im Entwurf,der in der letzten Ausgabe desJournals vorgestellt wurde, ergaben sich noch kleinere Veränderungen.

files/content/xm/2017/journal-33/artikel/gwg33_fassade.jpgHinzu kam beispielsweise eine Bildergalerie an der „Zimmerwand“ – mit „Fotos“ der Elterngeneration, eines jungen Paares und eines Babys. „Die verschiedenen Generationen, denen die GWG ein Zuhause bietet, sollen sich im Motiv wiederfi nden“, so der Künstler Marcus Ronge. Auch die Positionierung einzelner Elemente und die Farbwahl unterscheiden sich vom ersten digitalen Entwurf. „Vor Ort ist es immer ein bisschen anders als am Rechner“, erläutert Herr Ronge. „Farben wirken je nach den gegebenen Lichtverhältnissen, die Gestaltung der Umgebung prägt die Bildwirkung, so dass wir die letzten Entscheidungen direkt bei der Arbeit an der Wand treff en, um die beste Wirkung zu erzielen.“

Bereits während der Arbeiten erhielt das Künstlerteam positive Resonanz der Passanten zu ihrem Wirken. Interessiert wurden die einzelnen Umsetzungsphasen des Werkes von den Vorbeikommenden verfolgt. Einige Jugendliche beobachteten mit fachkundigen Blicken den gekonnten Umgang mit den Spraydosen. „Manchmal begegnen uns bei den Arbeiten auch Nachwuchstalente“, so Ronge. Zum Abschluss des Graffi ti-Werkes staunten die Künstler nicht schlecht, dass ihnen das Lob gerade der älteren Generation zufl og. „Damit hatten wir nicht gerechnet, es freut uns daher umso mehr, denn es war ja gerade auch das Ziel, verschiedene Generationen anzusprechen“, so Marcus Ronge.

files/content/xm/2017/journal-33/artikel/gwg33_fassade2.jpgGemeistert sieht er auch die Aufgabe, eine Verbindung zwischen den nebeneinander stehenden Giebeln zu erreichen – linker Hand das farbenfrohe phantastische Werk des Künstlers Lusici, rechter Hand die dezenter gestalteten Giebel mit naturalistischen Motiven. „Es ist insgesamt ein schönes Ensemble geworden, mit dem sich unsere Stadt schmücken kann“, ist sich auch der Auftraggeber, GWG-Vorstand Holger Siebert, sicher.