GWG-Vorwarnsystem in Betrieb genommen
Weiterer Ausbau läuft
Mit dem Thema Wiederanstieg des Grundwassers beschäftigt sich die Genossenschaft seit über 10 Jahren, vorrangig mit der Betrachtung des eigenen Gebäudebestandes in der Neustadt. Seit vielen Jahren arbeitet die Genossenschaft sehr eng mit der 2002 gegründeten Bürgerinitiative „Grundwasser“ zusammen, die dankenswerterweise die Bearbeitung des Themas im Rahmen von Studien, beauftragt durch die LMBV, bewirkt hat.
Gemeinsames Ziel ist die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen, um die Gefährdungen durch das Grundwasser welches in sehr starken Maße durch die Niederschläge in der Fläche, auch südlich der Stadt, beeinflusst wird, zu minimieren.
Die Genossenschaft hat in diesem Jahr begonnen das seit 2002 aus 2 „handbetriebenen“ Messstellen bestehende Beobachtungssystem zu erweitern und zu modernisieren. An insgesamt 4 Messstellen (R.-Wagner-Straße 10, F.-Liszt-Straße 13, W.-Seelenbinder-Straße 6, G.-Scholl-Straße 21) werden die mittels Sonden gemessenen Grundwasserstände über die Leittechnik der jeweiligen Hausanschlussstationen zur Geschäftsstelle der Genossenschaft übertragen. Dort erfolgt die permanente Speicherung und Auswertung. Bei zu hohem Wasserstand wird ein automatischer Alarm ausgelöst. Die erste Messstelle in der R.-Wagner-Straße 10 ist im November 2011 in Betrieb gegangen.
Die Daten werden natürlich auch der Stadt und Dritten z. B. für die Erarbeitung des erforderlichen Betriebsregimes für die Grundwasserhaltung im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt. Das steigende Grundwasser war Anfang November auch Thema eines Treffens der BI Grundwasser im Brandenburger Umweltministerium. Konkretes blieb zwar aus, aber wir hoffen, dass den Verantwortlichen die Dringlichkeit einer nachhaltigen Lösung bewusst geworden ist und die zugesagte Unterstützung dem Ernst der Lage angemessen sein wird. Die im Haus R.-Wagner-Straße 10 realisierte Drainageanlage im Kellerfußboden soll im Winterhalbjahr Schrittweise fortgeführt werden. Für die Wohngebäude W.-Seelenbinder-Straße 14 – 16 und R.-Wagner-Straße 56 – 59 sind „venezianische“ Laufstege in Teilbereichen der Keller vorgesehen.
