Balkongärtnern für Anfänger

Sie haben Lust auf frische Kräuter und selbst gezogenes Gemüse, aber keinen Garten? Kein Problem! Wir beschreiben Ihnen, welche Pflanzen auf Balkonen angebaut werden können und worauf Sie bei der Pflege achten sollten.

Gut geeignete Sorten

Es gibt zwar bei Tomaten speziell gezüchtete Balkontomaten, aber man kann auch ganz normale Tomaten anbauen. Besonders gut eignen sich Wildtomaten wie „Rote Murmel“, „Humboldtii“ oder „Pubescens“. Diese Sorten muss man nicht ausgeizen und sie sind nicht so anfällig für die Kraut- und Braunfäule. Für Einsteiger besonders geeignet sind auch Mangold und Neuseeländer Spinat. Beide lassen sich im Balkonkasten oder Kübel ziehen und kommen immer wieder. So kann man den ganzen Sommer hindurch ernten. Bei Salaten empfehlen wir amerikanischen Pflücksalat, weil er viel ergiebiger als Kopfsalat ist. Wenn man beim Pflücksalat nur die äußeren Blätter entfernt, wachsen immer wieder welche nach. Bei den Kräutern darf auf keinen Fall Staudenbasilikum fehlen. Das auch als Strauchbasilikum bezeichnete Kraut wird bei Mozzarella, Pesto, Pizza und den verschiedensten Tomatengerichten sowie in der Thai-Küche eingesetzt. Die Töpfe sollten im Herbst vor dem ersten Nachtfrost ins Haus geholt und an einen warmen hellen Platz gestellt werden. Dort schneidet man sie um ein Drittel zurück.

Beim Obst sind die Himbeeren, besonders die Herbstsorten „Blissy“, „Golden Bliss“ oder „Polka“, zu empfehlen. Sie reifen ab dem Spätsommer. Verlockend sind allerdings auch zweimaltragende Sorten wie „Sugana“. Himbeeren sind leicht feucht zuhalten, jeweils nach der Ernte über der Erde zurückzuschneiden und über den Winter zu isolieren.

Wenig geeignete Sorten

Nicht so gut eignet sich z.B. Schnittlauch, da dieser sehr schnell in die Blüte geht. Bei Wurzelgemüsen und Kartoff eln sind die Erträge nicht sehr hoch. Kartoff eln brauchen beispielsweise einen off enen Boden mit hohem Mineralgehalt – und das kann ihnen die Balkonerde nicht bieten. Auch Obstbäume gehören nicht auf den Balkon. Selbst bei speziellen Zuchtformen wie Spindelgehölzen geht das nur zwei, drei Jahre lang gut im Topf. Aber danach wollen sie in den Garten.

Nichts gedeiht ohne Pflege

Prinzipiell empfiehlt es sich, Gartenerde mit Kompost und Hornspänen anzureichern. Auf Mineraldünger sollten Sie verzichten. Tomaten freuen sich auch auf dem Balkon über Gesteinsmehl, um der Kraut- und Braunfäule vorzubeugen. Zwiebelpflanzen und Stauden sollten im Januar und Februar abdeckt werden: Durch den Wind trocknen sie schnell aus. Ideal sind Tannenzweige vom Weihnachtsbaum. Doch erstaunlicherweise vertrocknen die meisten Stauden und Gemüse nicht: Sie ersaufen! Daher sollte man erst eine Fingerprobe machen, bevor man gießt. Erdfeuchte reicht völlig aus. Damit die Erde das Wasser besser speichert, können Sie Blähton untermischen.

 

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