Die netten Damen und Herren des DRK

Pflegedienst ist in die alte GWG-Geschäftsstelle gezogen

Im Februar 2018 erhielt die alte GWG-Geschäftsstelle eine sinnvolle Aufgabe: neue Zentrale des größer gewordenen DRK-Pflegedienstes zu werden. Eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten, denn die mittlerweile 38 Mitarbeiter benötigten größere Räumlichkeiten und die GWG weiß so ihre Mitglieder gut versorgt.

GWG investierte für den Pflegepartner
So einfach, wie es klingt, war die Übergabe dann doch nicht, denn ein Pflegedienst hat andere Anforderungen als ein Wohnungsunternehmen. Der GWG-Vorstand Holger Siebert: „Das DRK war unser Wunschpartner und dafür haben wir auch einiges getan. Alle Verwaltungsräume und das Lager wurden komplett neu ausgebaut, mit PVC-Belag versehen, Toiletten und Nassräume erneuert und je eine barrierefreie Toilette behindertengerecht umgebaut – mit allem, was dazu gehört. Das mussten wir auch erst lernen. Und am Haupteingang ist eine extra konstruierte Rampe installiert worden, um den Zugang behindertengerecht zu gestalten.“

DRK-Team mit 38 Mitarbeitern
Pflegedienstleiterin Katrin Schröter und stellvertretende Pflegedienstleiterin Bettina Jäger sind sehr zufrieden mit den neuen Räumlichkeiten. Durch die stetig steigenden Anfragen waren die Räume in der Rudolf-Breitscheid-Straße einfach zu beengt geworden. Suppenküche, Schuldnerberatung und Kleiderkammer sind aber weiterhin dort. In der Otto-Grotewohl-Straße 10 a ist nur der Pflegedienst eingezogen. Das sind zur Zeit 29 Pflegefach- und Pflegekräfte, fünf Hauswirtschaftskräfte, eine Betreuungskraft, zwei Sozialarbeiter, eine Verwaltungskraft und zehn Dienstwagen. „Die Aufteilung passt perfekt. Wir haben nun ein größeres Schwesternzimmer, abgeschlossene Beratungsräume und einen sehr großen, multifunktional nutzbaren Raum. Wenn wir uns alle zur Dienstberatung treffen, ist das schon eine große Runde“, resümiert Katrin Schröter.

Pflegenachfrage wächst
Die vielfältigen Leistungen der netten DRK-Damen und -Herren werden zusammengefasst als „Häusliche Krankenpflege“ bezeichnet. Da auch die Lübbenauer/-innen immer älter werden, verlängert sich der Zeitraum, in dem sie ohne fremde Hilfe nicht mehr auskommen. Der größte Wunsch aller besteht aber darin, diese Hilfe zu Hause zu erhalten. Das ist oft nicht einfach und bedarf einiger Beratung.

Frau Schröter erklärt: „Zuerst müssen die Bedürfnisse und das Lebensumfeld der Menschen erkundet werden. Dann besprechen wir gemeinsam mit dem zu Pflegenden und auch den Angehörigen, welche Lösungen wir vorschlagen. Dazu gehört auch, wie wir die anderen Berufsgruppen und Einrichtungen wie Physiotherapie, Ergotherapie und Ärzte einbinden können. Bei aller Komplexität versuchen wir dabei immer liebevoll zu sein und dem zu Pflegenden ein gutes Gefühl zu geben. Das ist uns als DRK besonders wichtig!“ Nancy Roland bei den Abrechnungen

Monatliche Hilfe im Haushalt seit Pflegegrad I
Ab Einführung des Pflegegrades I vergangenes Jahr werden vermehrt Entlastungs- und Betreuungsleistungen nachgefragt. Frau Schröter erläutert: „Durch die 125 Euro monatlich haben viele Menschen die Möglichkeit, unsere Hilfe zu nutzen. Wir können so jeden Monat zum Beispiel im Haushalt helfen, gemeinsam spazieren gehen, wichtige Termine begleiten und so den Alltag unterstützen. Oder nutzen die Zeit, um einfach mal zu reden. Das konnten wir so früher nicht – nur viele wissen noch nichts davon. Der Gesetzgeber hat in kurzer Zeit viel verändert. Darum werden wir ständig geschult, um den Überblick zu behalten. Ein großer Teil unserer Arbeit ist und bleibt die Beratung. Meist beim Interessenten zu Hause, aber natürlich auch in unseren neuen Räumen. Einige GWG-Mitglieder haben übrigens schon mal reingeschaut, was wir hier so machen.“

 

Leistungen:
› Kranken- und Altenpflege
› Hauswirtschaft
› soziale Beratung + Betreuung
› Fahrdienst für Senioren und Behinderte
› Betreuung Demenzerkrankter in der Häuslichkeit
› geplant: Betreuungsgruppe

 

DRK-Pflegedienst Spreewald
Otto-Grotewohl-Straße 10 a
03222 Lübbenau
Telefon: (03542) 832 00
www.drk-calau.de