Auf ein Wort Herr Schlorf

GWG-Vorstands-Assistent Paul Schlorf im Interview zum Thema Hausreinigung und Wohnumfeld

Gut 150.000 m² Grundstücksfläche werden von der Genossenschaft bewirtschaftet. Dafür sind dutzende Dienstleister das ganze Jahr über im Einsatz und haben alle Hände voll zu tun. Seit Januar 2017 werden auch die Treppen- und Wegereinigung sowie der Winterdienst durch Partnerfirmen ausgeführt. Wie fragten Paul Schlorf, den Assistenten des GWG-Vorstandes, der im Rahmen des Facility Managements auch für das Wohnumfeld zuständig ist, warum diese Änderung nach 59 Jahren nötig war und welche Erfahrungen er damit gemacht hat.

 

Herr Schlorf, welchen Stellenwert hat ein gepflegtes Wohnumfeld für die Genossenschaft?
Zweifelsfrei einen sehr hohen. Der Vermietungserfolg von Wohnimmobilien hängt nicht nur von der Qualität der Wohnung ab. Der Gesamteindruck einer Immobilie wird maßgeblich von dem Pflegezustand und der Sauberkeit der Freianlagen bestimmt. Ein schön gestaltetes Wohnumfeld ist die Visitenkarte eines jeden Wohnquartiers und hat entscheidenden Anteil daran, dass sich alle Generationen in unseren Wohnhäusern wohlfühlen.

Was hat die GWG dazu bewogen, externe Dienstleister mit den Pflegearbeiten zu beauftragen?
Wir richten unsere Arbeit immer an den Bedürfnissen unserer Mitglieder aus. Ein attraktives Wohnumfeld bedarf einer besonderen Hingabe und ist insofern auch vergleichsweise pflegeaufwändig. Vielen Mitgliedern war es beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund unregelmäßiger Arbeitszeiten oder Urlaub aber nicht mehr möglich, alle Pflegearbeiten selbst in vollem Umfang auszuführen. Von dieser körperlichen und zeitlichen Belastung galt es sie zu befreien. Das gehört zu zeitgemäßem Wohnen dazu und stellt einen echten Zugewinn an Wohnqualität dar. Sie können sich an ihrem Wohnumfeld erfreuen und gewiss sein, dass wir die dafür anfallenden Pflegekosten gleichzeitig in einem vernünftigen Rahmen halten.

Was tun Sie, um die Pflegekosten gering zu halten?
Wir arbeiten mit erfahrenen und zuverlässigen Dienstleistern zusammen, mit denen wir seit vielen Jahren vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen führen. Selbstverständlich ist es immer eine Gratwanderung zwischen einem perfekt gepflegten Umfeld und höheren Betriebskosten. Durch Ausschreibungen größerer Leistungspakete mit vergleichsweise langen Vertragslaufzeiten erzielen wir günstige Konditionen. Professionelle Pflegeleistungen in Verbindung mit solider Kostenkalkulation und kluger Vertragsgestaltung sind letztlich der Garant dafür, dass all unsere Mitglieder von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren. Deren positive Resonanz bestätigt uns in unserer Arbeit.

Teilweise wird auch die Vorgartenpflege fremd vergeben. Ist das generell geplant?
Nein, das wird vorerst nur punktuell erfolgen. Können die Vorgärten von der jeweiligen Hausgemeinschaft nicht mehr selbst gepflegt werden, gestalten wir die betroffenen Beete schrittweise mit einer schönen, aber pflegeleichten Bepflanzung neu und beauftragen auch die notwendigen Pflegemaßnahmen. Hierfür arbeiten wir seit diesem Jahr mit der Grüne Gärten Grünanlagen GmbH Cottbus zusammen. Gemeinsam haben wir eine bunte Pflanzenauswahl und individuelle Pflanzpläne entwickelt. Im April beginnen wir mit dem ersten Bauabschnitt und gestalten 32 Pflanzflächen um. Sollte weiterer Bedarf bestehen, werden wir Anfragen sammeln und ab einer bestimmten Auftragsmenge den nächsten Bauabschnitt angehen.

Was liegt Ihnen noch am Herzen?
Einige Mitglieder sind gelegentlich besorgt, weil wir ab und zu einen Baum fällen müssen. Bei über 600 Bäumen im Bestand kommt es vor, dass einige so groß werden, dass sie Fassaden, Fallrohre oder unterirdische Leitungen beschädigen. Wir fällen nur dann, wenn die Verkehrssicherheit des Baumes unzureichend ist, so dass Personenoder Sachschäden drohen. Natürlich sorgen wir mit Ersatzpflanzungen an einem geeigneteren Standort für einen ökologischen Ausgleich. Insofern ist bei uns im wahrsten Sinne des Wortes alles im grünen Bereich.

Vielen Dank für dieses Interview!
Sehr gern!