120 neue Parkplätze bis 2021

Parkplätze sind in der Lübbenauer Neustadt eigentlich keine „Mangelware“. Im Quartier am Energieweg – konkret im Bereich der Schillerstraße, Pestalozzistraße, Bertolt-Brecht-Straße und der Goethestraße – sieht das anders aus. Ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung, der WIS und der GWG soll diesen Zustand endlich ändern. Der Weg zum Ziel gestaltet sich jedoch schwierig.

Alles begann vor rund acht Jahren, als das langjährige GWG-Mitglied Wolfgang Bäcker aus der Schillerstraße mit jungen Familien am Hafen ins Gespräch kam. Sie suchten bezahlbaren Wohnraum in Lübbenau. Als er Wohnungen in der Schillerstraße vorschlug, hagelte es Kritiken von allen Seiten. Die Parkplatzsiutuation wäre dort mit der von Berlin vergleichbar und aus diesem Grunde unakzeptabel. Tief betrübt schilderte Wolfgang Bäcker sein Erlebnis dem GWG-Vorstand Holger Siebert. Bei ersten Gesprächen wurde beiden klar: Tragfähige Lösungen sind nur mit allen Beteiligten, also mit der Stadt und der WIS, möglich, weil es ein Mischgebiet ist. Als kurz darauf noch die Förderschule aus Kittlitz in die Pestalozzistraße 6 verlegt wurde und dadurch weitere 18 Parkflächen verloren gingen, war der Start zum aktiven Handeln gegeben.

files/content/xm/2017/journal-33/artikel/gwg33_barrierefrei2.jpg„Die Parkplatzsituation dort ist mit Berlin vergleichbar“

Seit diesem Zeitpunkt wurden regelmäßig die verschiedensten Entscheidungsträger wie das Kreisschulamt, der Landrat, das Straßenverkehrsamt Calau, die WIS, die Stadtverwaltung und der Bürgermeister konsultiert. Herr Bäcker hat es geschafft, dass seit 2016 konkrete Verhandlungen über mögliche Konzepte und deren Finanzierung stattfinden. Stadt, WIS und GWG wollen das Projekt ohne Fördergelder in einem Zeitraum von drei Jahren stemmen. Beide GWG-Vorstände haben aktiv an verschiedensten Planungen und Verhandlungen mitgewirkt.

Das Problem
Nach vier möglichen Szenarien für das Parkplatzkonzept einigten sich die Stadt, die WIS und die GWG im Dezember 2017 auf die Variante 4 a; diese soll 120 neue Parkplätze bringen. Allerdings muss die Variante erst vom Cottbuser Planungsbüro COPI fertiggestellt werden. Dies hat aber überwiegend mit den Planungen für den neuen Kreisverkehr am Hochhaus und der Robert-Koch-Straße zu tun. Und genau hier liegt das Dilemma: Da die Robert-Koch-Straße von 2019 bis 2020 ausgebaut wird, benötigt die Stadt in dieser Zeit genau den genannten Bereich zur Umfahrung. Alle Zusammenhänge wurden nun langsam öffentlich und so ist mit dem Ende der Planungen für das neue Parkplatzkonzept erst Ende 2018 zu rechnen. Die Realisierung wird in drei Teilschritten erfolgen und kostet die GWG rund 30.000 EUR im Jahr. Mit dem Start ist voraussichtlich im Jahr 2019 zu rechnen.